
Safari-Abenteuer zwischen Victoriafällen, Okavango und Kapstadt
Im Oktober durfte ich eine Reise an die Victoriafälle und nach Botswana begleiten, mit Abschluss in Kapstadt. Es war eine Reise voller Begegnungen, die ich so schnell nicht vergessen werde. Von Marion Neumann
Holpriger Start, glanzvolle Ankunft
Los ging es mit dem Scharff Shuttle über Luxemburg zu unserem Abflughafen in Brüssel. Dort herrschte an der Sicherheitskontrolle Hochbetrieb. Obwohl wir mehr als drei Stunden vor Abflug da waren, erreichten wir das Gate gerade noch rechtzeitig. Mein Tipp: Wer donnerstagabends ab Brüssel fliegt, sollte reichlich Zeit einplanen, selbst mit Fast Lane.
Über Nacht ging es mit Ethiopian Airlines und Zwischenstopp in Addis Abeba weiter nach Victoria Falls in Simbabwe. In der wunderschönen Batonka Lodge kamen wir zur Ruhe und genossen unser erstes gemeinsames Abendessen.

Donnernde Wassermassen
Der nächste Tag lieferte das erste Highlight: die Victoriafälle. Am Vormittag wanderten wir gemütlich an diesem Naturwunder entlang. Am Nachmittag hoben wir alle zu einem Hubschrauberflug ab. Erst aus der Luft begreift man die gewaltige Dimension der Fälle. Tief beeindruckt ließen wir den Tag bei einem wunderbaren Essen in der Ilala Lodge ausklingen.
Anschließend ging es weiter nach Kasane in Botswana. Die Grenze passierten wir zum Glück im Handumdrehen. In der Chobe River Lodge begrüßten uns gleich die ersten Warzenschweine im Garten, und am Chobe River, der später zum Sambesi wird, erlebten wir einen traumhaften Sonnenuntergang. Auf der Flusssafari am folgenden Nachmittag sahen wir riesige Krokodile, kleine Elefantenherden, Flusspferde und viele weitere Tiere.
Vier Tage Wildnis, ganz ohne Netz
Am Dienstagmorgen begann das eigentliche Abenteuer: vier Tage ohne Internet und Handyempfang. Unser Guide Partner und Fahrer Obi holten uns mit zwei offenen Safarifahrzeugen ab und brachten uns in den Chobe-Nationalpark, in die Savuti-Zone. Schon unterwegs begegneten uns Giraffen und Impalas. Im Busch wartete unser Scharff Safari Camp, bereits aufgebaut. Jede Familie bekam ein Zelt mit Feldbetten und einem einfachen kleinen Bad, ohne fließendes Wasser und Strom. Das Mittagessen stand bereit, und nach einer kurzen Pause starteten wir zur ersten Pirschfahrt. Wir sahen viele Elefanten und Löwen.
So sieht ein Tag in der Wildnis aus
- 5:00 Uhr: Wecken, im Schein der Taschenlampe fertig machen
- 5:30 Uhr: Frühstück
- 6:00 Uhr: Abfahrt zur Pirschfahrt
- ca. 11:30 bis 15:00 Uhr: Mittagspause
- danach: Kaffee oder Tee mit frisch gebackenem Kuchen, anschließend Pirsch bis zum Sonnenuntergang
Was das Camp-Team mitten im tiefsten afrikanischen Busch für uns zauberte, war kaum zu fassen. Und die Tiere kamen uns unglaublich nah: Leoparden, Geparde, Elefanten, Giraffen und viele Löwen. Am meisten beeindruckt hat mich ein Leopard, der ganz in der Nähe saß, völlig gelassen. Ich konnte ihn atmen sehen.
Nach zwei Nächten wurde unser Camp abgebaut und im Okavango-Delta neu errichtet. Auch dort wurden wir aufs Feinste bekocht und umsorgt. Abende am Lagerfeuer in der Wildnis, einen Gin Tonic in der Hand, werde ich wohl nie vergessen. Der Sonnenuntergang über dem Okavango ließ uns Gänsehaut bekommen. Alles wirkte beinahe unwirklich.
Nach vier Nächten inmitten der Natur und der Geräusche der Wildnis kehrten wir in die Zivilisation zurück. Die Annehmlichkeiten der Thamalakane River Lodge in Maun genossen wir sehr.










Kapstadt: Berge, Sterne, Pinguine
Am nächsten Tag flogen wir nach Kapstadt. Auf dem Weg ins Hotel hatten wir einen Platten, doch dank Uber ging es mitsamt Gepäck zügig weiter. Drei Nächte wohnten wir im Bay Hotel in Camps Bay, mit herrlichem Meerblick und mehreren Restaurants in Laufweite.
Der erste Morgen war der einzige mit komplett bewölktem Himmel. Wir fuhren dennoch auf den Tafelberg, wo dichter Nebel herrschte. Zwei aus der Gruppe verirrten sich sogar kurz, wurden aber nach einer Stunde wiedergefunden. Danach besuchten wir verschiedene Stadtteile und gingen an der Waterfront shoppen. Am Abend folgte ein echtes Highlight: ein gehobenes Dinner im Aubergine bei Harald Bresselschmidt, dem Sternekoch aus Auw in der Eifel. Wer einmal Sterneküche erleben möchte, sollte das unbedingt dort tun.
Am nächsten Tag stand das Kap der Guten Hoffnung auf dem Programm. Über den Chapmans Peak Drive mit seinen traumhaften Ausblicken fuhren wir zum Cape Point und standen damit am südwestlichsten Punkt Afrikas. Auf dem Rückweg machten wir Halt am Boulders Beach. Die Pinguine dort sind immer wieder niedlich, man könnte ihnen stundenlang zusehen.





Abschied mit Wehmut
Und schon war der letzte Abend gekommen, den wir bei einem hervorragenden Fischessen feierten. Am nächsten Tag flogen wir mit Ethiopian Airlines über Addis Abeba zurück nach Brüssel, wo wir uns voneinander verabschiedeten. Diese Reise mit ihren einzigartigen Tierbegegnungen wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben. Ich jedenfalls werde diese Erlebnisse nie vergessen.