Reisebericht Sansibar (Teil 1)

Von unserer Afrikaexpertin Lisa Heintzkill

Anreise – Von der Eifel in Richtung Sansibar

Von Wittlich aus fuhren wir mit der Bahn nach Frankfurt zum Flughafen, wo am Mittag die Emirates-Maschine nach Dubai abhob. Nach einem kurzen Stopp in den Vereinigten Emiraten flogen wir auch schon direkt weiter in Richtung Sansibar. Obwohl das Wetter eher durchwachsen war, hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die Insel und die Hauptstadt Stown Town bei der Landung. Wir mussten nur wenige Minuten anstehen, bis der Grenzbeamte uns gegen eine Gebühr von 50USD das Visum für Tansania erteilte. So konnten wir völlig entspannt mit unserem Fahrer, der uns herzlich am Flughafen begrüßte, zu unserem Hotel in der Stadtmitte fahren. Nach der eisigen Kälte in Deutschland waren 30 Grad und Sonne eine willkommene Abwechslung.

Karibu – Willkommen im Paradies

Im Dhow Palace Hotel hatten wir für die kommenden zwei Nächte ein schönes Zimmer gebucht und bereits der Service bei unserer Ankunft ließ keine Wünsche offen. Nach einem leckeren Frühstück und einer kleinen Verschnaufpause machen mein Reisepartner Marcel und ich uns auf, um die Stadt ein wenig zu erkunden. Die kleinen, verwinkelten Gassen und das typisch afrikanische Leben gaben mir endlich wieder das Gefühl „zu Hause“ zu sein. Auf unserem Weg zum Hafen fanden wir dann ein kleines, gemütliches Restaurant, in dem wir uns mit Chapati (typisch tansanisches Fladenbrot), gekochten Bananen in Kürbissoße und anderen landestypischen Leckereien stärkten. Am späten Nachmittag erlebten wir dann einen der typischen Regenschauen für diese Jahreszeit, denn Mitte März beginnt auf Sansibar die Regenzeit. Die Straßen wurden zu kleinen Flüssen und die sonst so lebendige Stadt wurde für einen kurzen Moment eher ruhig. Nach ungefähr zwei Stunden klarte es auf und wir konnten zu einem schönen Restaurant gehen, in dem wir eine gute Avocado-Pizza genossen. Ein schöner Abschluss für unseren ersten Tag unserer Afrikareise.

Die Affen sind los – Ein Ausflug in den Jozani Forest Nationalpark

Bereits am frühen Morgen wurden wir von einem Fahrer abgeholt. Nach ungefähr einer Stunde und vielen spannenden Eindrücken von dem Leben auf der Insel kamen wir am Jozani Forest Nationalpark an. Wir bekamen eine kleine Einweisung wie wir uns im Regenwald verhalten müssen und dann ging es mit einem englischsprachigen, örtlichen Ranger los. Unsere Gruppe war bunt gemischt und bestand aus verschiedenen Nationalitäten, Kindern und Erwachsenen. Es dauerte nicht lange bis wir den ersten Sansibar Stummelaffen in einem Baum beim Fressen entdeckten. Neugierig schaute er uns mit seiner lustigen Frisur an und verschwand. Nur kurze Zeit später hörten wir es in den Baumkronen rascheln und prompt spielte eine ganze Familie über unseren Köpfen in den Baumkronen. Ein wirklich toller und lohnenswerter Anblick. Während unserer Wanderung durch den Wald sahen wir auch eine kleine Schlange, andere Affenarten und viele interessante Pflanzen. Zum Abschluss fuhren wir noch in einen nahe gelegenen Mangrovenwald, bevor wir zurück in die Hauptstadt gebracht wurden.

Da die Insel auch bekannt ist für die vielen guten Gewürze, konnten wir uns den Besuch eines lokalen Gewürzmarktes natürlich nicht entgehen lassen. Nach dem Mittagessen fuhren wir mit einem Motorradtaxi zum Darajani Markt. Es roch überall nach Safran, Chili, Vanille und anderen Gewürzen. Natürlich kauften wir frischen Tee, Kaffee und Gewürze als Souvenirs und für die eigene heimische Küche. Mit vollen Taschen ging es zurück zum Hotel und anschließend in einer schöne Bar mit Blick auf die mit Leben gefüllten Gassen.

Auf zum Strand an die Ostküste

Nach einem köstlichen Frühstück und 1,5 Stunden Fahrt kamen wir dann endlich im „The Palms“ in Bwejuu an der Ostküste Sansibars an. Mit einem frischen Mangosaft wurden wir in dieser traumhaft schönen Unterkunft von einem der Manager begrüßt. Die Unterkunft hat nur sechs Villen und eine davon war unsere für die kommende Nacht. Ein riesiges Schlaf- und Wohnzimmer, ein sehr geräumiges Bad, ein Ankleidezimmer und ein zusätzliches Schlafzimmer mit Bad laden neben der großen Terrasse mit privatem Pool zum Wohlfühlen ein. Passend dazu hatten wir unsere eigene, kleine Oase direkt am Strand. Dort ließen wir erst einmal mit einem Cocktail in der Hand die Seele baumeln. Bei Ebbe kann man hier wirklich tolle Riffwanderungen unternehmen und am Strand Fahrrad fahren. Bei Flut springt man natürlich in den angenehm warmen Indischen Ozean. Vor dem Abendessen brachte man Marcel und mir den sogenannten Sundowner auf unsere Terrasse. Bei hausgemachten Bananenchips und einen Caipirinha Sansibari vergisst man gerne Zeit und Raum. Nichtsahnend gingen wir anschließend in das Restaurant, doch da überraschte man uns bereits, denn es wurden Tische direkt am Strand aufgebaut. Im Mondschein und bei Kerzenlicht servierte man uns ein vorzügliches 6-Gänge Menü, wie ich es selten zuvor gegessen habe. Den Höhepunkt bildete ein Fischteller mit Hummer, Riesengarnelen, diversen Fischfilets und Krabben. Es war der Himmel auf Erden und ein Abend, den ich sicherlich nie wieder vergessen werde!

Den zweiten Teil meines  Reiseberichts lesen Sie in den nächsten Tagen!

Ihre Lisa Heintzkill

PS: Ein Aufenthalt auf Sansibar bietet sich insb. als Badeverlängerung nach einer Safari in Tansania an!